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     Die Spaltung (Art. 29 ff. ZGB)

 

Die Spaltung ist das Gegenstück zur Fusion. Das Fusionsgesetz sieht zwei Arten von Spaltungen vor:

Bei einer Aufspaltung teilt eine Gesellschaft ihr ganzes Vermögen auf und überträgt es auf zwei oder mehrere Gesellschaften. Die aufgespaltene Gesellschaft wird im Handelsregister gelöscht.

Bei einer Abspaltung werden Teile des Vermögens einer Gesell­schaft auf andere Gesellschaften übertragen. Die Gesell­schafter der übertragenden Gesell­schaft erhalten Anteils- oder Mitgliedschaftsrechte der übernehmenden Gesellschaft. Werden sie ausschliesslich abgefunden, liegt eine Vermögensübertragung vor. Bei den übernehmenden Gesellschaften hat die Spaltung in der Regel eine Neugründung oder eine Kapitalerhöhung zur Folge, während die übertragende Gesellschaft eine Kapitalherabsetzung durchzuführen hat oder im Handelsregister gelöscht wird.

Der Spaltungsvertrag resp. im Spaltungsplan enthält ein detailliertes Inventar der Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens und eine präzise Zuordnung; Grundstücke, Wertpapiere und immaterielle Werte sind einzeln aufzuführen (was in Anbetracht der Öffentlichkeit der Handelsregisterbelege nicht ganz unproblematisch ist). Ferner gehört ein Verzeichnis der Arbeitsverhältnisse dazu, die als Folge der Spaltung auf die übernehmende Gesellschaft übergehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2016-01-10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Spaltungsbeschluss bedarf der öffentlichen Beurkundung.

44 Fusionsgesetz